Kartenspiele
Kartenspiele sind nach wie vor sehr beliebt bei Kindern! Sie brauchen oft nur jemanden, der ihnen ein paar Spiele zeigt und sie mit ihnen spielt. Wer ist dafür besser geeignet als die Großeltern? Sie haben früher bestimmt viel Karten mit Ihren Eltern und Großeltern gespielt. Erinnern Sie noch wie gemütlich diese gemeinsamen Abende waren und wie das gemeinsame Spielen das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt hat? Lassen Sie die vielen schönen Kartenspiele nicht in Vergessenheit geraten und geben Sie sie weiter an Ihre Enkel oder schicken Sie uns eine Nachricht an mail@wunderbare-enkel.de! Das gemeinsame Spielen wird Ihnen und Ihren Enkelkindern bestimmt viel Freude bereiten. Ein kleiner Tipp noch: Oft ist es v.a. für kleinere Enkelkinder gar nicht so leicht, die Spielregeln schnell zu verstehen. Spielen Sie doch dann einfach ein paar Runden mit offenen Karten und helfen Sie Ihren Enkeln ruhig zu Beginn.
Geschenktipp: Schenken Sie Ihrem Enkel doch ein eigenes Kartenspiel. Alle Geschenktipps auf dieser Seite finden Sie ganz unten auf dieser Seite oder unter Geschenkideen im Unterpunkt Spiele.
Mau Mau (ab 5 Jahre)
Für kleinere Kinder kann man die Regeln auch etwas vereinfachen. Ebenfalls teilt man nicht so viele Karten aus, da die Kinderhand ja noch sehr klein ist.Los geht's:
Wenn Sie Mau-Mau zu zweit spielen, bekommt jeder 7 Karten. Die Restlichen werden auf einen Stapel in die Mitte gelegt. Eine Karte wird aufgedeckt und neben dem Stapel platziert. Man muss entweder immer die gleiche Farbe auf den aufgedeckten Kartenstapel legen oder eine Karte mit der gleichen Zahl. Beispiel:
Auf eine Kreuz-Dame muss wieder eine Kreuzkarte oder eine Dame einer anderen Farbe gelegt werden. Hat man so eine Karte nicht, muss man eine Karte vom Stapel nehmen.
Besondere Karten:
Legt man eine 8 muss der andere einmal aussetzen.
Legt man eine 7 muss der andere zwei Karten ziehen. Hat aber er auch eine 7, darf er diese auf die bereits gelegte 7 legen und der nächste in der Runde muss 4 Karten ziehen.
Einen Buben kann man immer legen, egal welche Farbe er hat, denn mit ihm kann man sich immer eine neue Farbe wünschen. Legt man z.B. einen Kreuzbuben, darf man sich Kreuz, Karo, Pik oder Herz wünschen.
Für größere Kinder kann man mit dem Ass noch eine Variante einbauen. Wenn man ein Ass legt, kommt es zum Richtungswechsel (hat man vorher im Uhrzeigersinn gespielt, wird jetzt gegen den Uhrzeigersinn weitergespielt).



Schluss:
Wenn man am Schluss nur noch 2 Karten in der Hand hat und die vorletzte legt, muss man immer "Mau" sagen. Falls man es vergisst, muss man eine Karte vom Stapel nehmen. Wenn man die letzte Karte aus der Hand weglegt muss man "Mau-Mau" sagen. Gewonnen hat der Spieler, der zuerst keine Karten mehr in der Hand hat.
Schnauz (ab 6 Jahre)
Blatt:Schnauz spielt man am besten mit dem Schafkopfblatt (das französische Blatt geht aber natürlich auch). Man braucht alle Karten ab Blatt 8, 9, 10, Bube, Dame, König und Ass.
Spielregeln:
Der Geber (als erstes darf bestimmt das Enkelkind, oder?) gibt jeweils drei Karten an die anderen Mitspieler und legt zwei Mal 3 Karten verdeckt vor sich. Die ersten drei Karten darf er anschauen und entscheiden, ob er sie behalten möchte. Wenn sie ihm nicht gefallen, werden diese 3 Karten offen in die Mitte gelegt. Gefallen sie ihm, darf er sie behalten und die anderen drei Karten (die er bis dahin nicht angeschaut hat) wandern in die Mitte. Die anderen Mitspieler dürfen dann immer der Reihe nach eine der eigenen Karten mit einer Karte aus der Mitte tauschen (oder auch alle 3 Karten auf einmal, aber nie zwei Karten). Das Ziel ist es so viele Karten wie möglich von der selben Farbe zu sammeln und dabei die höchste Punktzahl zu erreichen. Mit 31 Punkten, also einem Ass (11 Punkte) und 2 Karten, die 10 Punkte wert sind (10er, Bube, Dame, König) von der selben Farbe hat man "Schnauz" und damit gewonnen. Man muss dann sofort laut "Schnauz" rufen, wenn man diese Karten in der Hand hält. Damit ist die erste Spielrunde zu Ende und die anderen Mitspieler müssen ihre Punkte zusammenzählen (es zählen immer nur Karten der selben Farbe).



Das zweitbeste Ergebnis, das man nach "Schnauz" erzielen kann nennt sich "Dreißig einhalb". Darunter versteht man drei gleiche Karten, also drei 8er, 9er, 10er, Buben, Damen, Könige oder Asse. Dabei spielt es keine Rolle, ob man 8er oder Asse sammelt, alles ist gleich viel wert.



Für den Fall, dass niemand ein Schnauz erzielt, wird so lange gespielt bis ein Mitspieler keine Karte mehr aus der Mitte mit einer von seinen Karten tauschen möchte. In diesem Fall klopft er oder sie mit der Hand auf den Tisch und sagt "ich klopfe". Das heißt, dass alle anderen Mitspieler noch einmal drankommen bevor die Spielrunde zu Ende ist. Gewonnen hat der, der die meisten Punkte hat. Der Verlierer muss eines von seinen drei Kügelchen abgeben oder einen Cent bezahlen.
Wenn es soweit ist, dass ein Mitspieler alle drei Kügelchen oder Cent verloren hat, "schwimmt" er. Er darf noch solange mitspielen, bis er das nächste Mal verliert - dann "geht er unter". Verliert er aber die nächsten Spielrunden nicht, dann "schwimmt" er weiter mit - und er hat immer noch die Chanche zu gewinnen.
Und viele mehr...
Auch Canasta (ab 8 Jahre) und Rome (ab 8 Jahre) sind sehr beliebte Kartenspiele. Ausführliche Spielregeln finden Sie z.B. unter: http://www.gamedesign.de.Mit kleineren Enkelkindern kann man auch wunderbar Schwarzer Peter und Uno spielen. Für Enkel im Grundschulalter eignen sich z.B. Skip-Bo und Ligretto. Die ältern Enkel (ab 10 Jahre) kann man z.B. mit "6 nimmt" begeistern.
Geschenktipp: Hier finden Sie eine kleine Auswahl aus Kartenspielen sortiert nach Alter.